Krankenkassen

ecardSeit 2005 hat jeder Österrreicher hat als Nachweis einer bestehenden Krankenversicherung von seiner Krankenkasse eine e-card bekommen. Damit kann er bei jedem Vertragsarzt Kassenleistungen kostenlos in Anspruch nehemen. Der Arzt kann auf elektronischem Wege damit die Versicherungsdaten gleich von der Zentrale erfahren. Der jeweilige Arbeitgeber und die Wohnadresse stehen nicht drauf. Deshalb müssen diese 2 Angaben immer wieder nachgefragt werden. Bei Änderungen müssen diese Daten im Computer der Ordination korrigiert werden.

Die e-card ist jedoch kein Freibrief mit dem man jeden Tag einen anderen Arzt auf Kassenkosten besuchen kann.

Vielmehr gilt weiterhin die vernünftige Regelung mit der Funktion des Hausarztes und Überweisungen zum Facharzt für jeweils ein Quartal bei den Gebietskrankenkassen und der Bauernkrankenkasse, sowie jeweils ein Monat bei den kleinen Kassen.

Somit kann der Hausarzt immer wieder die verschiensten Facharztbefunde und die entspechenden Therapien koordinieren. Einerseits vermeidet man damit mehrfache gleichwertige Untersuchungen, und andererseits kann man verhindern, dass die Patienten etwa zu viele gleich wirksame Medikamente von verschienden Ärzten oder Krankenhäusern einnehmen. Der Hausarzt bekommt alle Verordnungen und muss überprüfen, wie diese zusammenpassen, muss die möglichen Wechselwirkungen abwägen und schließlich einen passenden Diagnose- und Therapieplan besprechen.

Der Facharzt braucht seinerseits wieder die e-card zusammen mit der Überweisung vom Hausarzt, um auf spezielle Fragestellungen eingehen zu können und die nötigen Diagnosen sowie die Therapiemöglichkeiten sowohl dem Patienten als auch dem Arzt zu erläutern.

Dieses österreichische Krankenkassensystem mit den niedergelassenen Ärzten vor Ort und den vielen Krankenhäusern eher zentral gewährleistet eine möglichst effiziente Versorgung aller Österreicher nach dem Solidaritätsprinzip. Alle zahlen einen Beitrag zur Sozial- und Krankenversicherung, damit alle im Krankheitsfall versorgt werden können.